Wozu brauche ich einen Dermatologen?

Die Tiermedizin im allgemeinen und die Fachgebiete der Dermatologie, Allergologie und Immunologie im speziellen haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine geradezu explosionsartige Weiterentwicklung erfahren. Ähnliches gilt für andere Disziplinen. Es ist deshalb für den einzelnen unmöglich, jedes Teilgebiet der Tiermedizin zu beherrschen. In der Humanmedizin ist es aus demselben Grunde bereits Tradition, daß dem Allgemeinmediziner Spezialisten zur Seite stehen, um in schwierigeren Fällen eine optimale Versorgung des Patienten zu gewährleisten. Auch in der Tiermedizin ist diese Entwicklung unausweichlich.

Nicht grundlos stehen Erkrankungen der Haut in dem Ruf, nur schwer heilbar oder zumindest langwierig zu sein. Dies hat viele Ursachen: unter anderem waren Forschung und Lehre auf diesem Gebiet, verglichen mit anderen Gebieten der Tiermedizin, lange Zeit leider weniger entwickelt (und sind es zum Teil immer noch). Ein weiterer Grund ist die beeindruckende Leistungsfähigkeit dieses Organs, immerhin das größte im ganzen Körper: selbst bei monate- oder sogar jahrelanger Krankheit ermöglicht es meist trotzdem noch ein Überleben des Organismus. Betroffene Tiere leiden aber dennoch zum Teil sehr stark unter derartigen Krankheiten: ständiger Juckreiz, brennende und schmerzhafte Hautveränderungen, Probleme mit dem Fell, übertriebene Schuppung und abweichender Eigengeruch sind nur Beispiele für die Beeinträchtigung, die ein betroffenes Tier erlebt. Schmerzhafte Kapitel sind auch Erkrankungen der Ohren und Pfoten, die oft jahrelang weh tun und immerzu behandelt werden, ohne daß die Ursache erkannt wird. Nicht zuletzt sind manche Hauterkrankungen bei Tieren auch ansteckend für den Menschen.

Will man ein dermatologisches Problem lösen, so muß an erster Stelle die korrekte Diagnose stehen. Dies wird am besten ohne teure Untersuchungen und Tests erreicht, deren Ergebnisse gar nicht weiterhelfen. Ziel ist es also, so schnell, schonend und kosteneffizient wie möglich die richtige Diagnose zu stellen und im weiteren den Patienten dementsprechend zu therapieren. Auf diesem Wege lassen sich Hautkrankheiten, genauso wie Erkrankungen anderer Organe auch, in der ganz überwiegenden Zahl der Fälle erfolgreich behandeln, und monate- oder gar jahrelange Leidenswege können vermieden werden!

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