Aus der Praxis

Hier möchte ich Ihnen anhand weniger Beispiele einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben. Die Tierhalter der gezeigten Patienten haben vorab ihr Einverständnis zur Veröffentlichung der jeweiligen Fälle an dieser Stelle gegeben.

"Lassie"

Lassie ist eine Colliehündin, 6 1/2 Jahre, vorgestellt mit generalisierter Demodikose und tiefer, eitriger, bakterieller Hautentzündung mit Fieber. Die Patientin war aufgrund des Verdachts auf eine Autoimmunerkrankung seit Jahren mit Kortikosteroiden behandelt worden.

Dieselbe Hündin 5 Monate später, nach intensiver Behandlung. Seit ca. 4 1/2 Monaten hat sie kein Kortison mehr erhalten. Die Demodikose und die bakterielle Hautentzündung sind abgeheilt, neuer Haarwuchs beginnt sichtbar zu werden.

"Jacky"

Jacky, eine etwa 2-jährige Jack-Russel Terrier Hündin, war kurz vor ihrer ersten Vorstellung zweimal mit einem Shampoo gegen äußerliche Parasiten gewaschen worden. Es hatte sich eine nässende Kontaktdermatitis mit sekundärer Pseudomonas- Infektion entwickelt. Pseudomonas aeruginosa ist ein weit verbreitetes Bakterium, das vorgeschädigte Haut opportunistisch infizieren kann.

Fünf Tage später. Der nässende Ausschlag, Rötung und Krustenbildung sind bereits deutlich besser. Es war mit einem geeigneten Antibiotikum und einem anti-allergischen, antiseptischen Shampoo behandelt worden.

"Tina"

Tina ist eine zehnjährige Mischlingshündin, die seit Jahren an starkem Juckreiz vor allem am Rücken und "Elephantenhaut" leidet. Im Film können Sie das typische Verhalten eines solchen Hundes sehen:

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Die Diagnose in diesem Falle war eine Flohspeichelallergie (Flea allergy dermatitis).

"Quashi"

Quashi, ein vierjähriger Saluki, begann im Alter von etwa zwei Jahren in der Leistengegend mäßig juckende Rötungen zu entwickeln. Die Veränderungen breiteten sich auf die Unterseite des Brustkorbes und des Halses sowie die Außenseiten der Oberschenkel aus. Auffallend war das regelmäßige Sich-Belecken, das an das Putzverhalten von Katzen erinnerte. Die betroffenen Hautareale erschienen vergleichsweise scharf abgegrenzt gegenüber der unveränderten Haut.

Etwa zwei Monate nach Entfernen eines speziellen "Hundebettes" aus dem Versandhandel waren Juckreiz, Rötung und Kahlheit verschwunden. Da außer eines anti-allergischen Shampoos keine weiteren Behandlungsmaßnahmen ergriffen worden waren, ergab sich der starke Verdacht auf eine sogenannte Kontaktallergie. Dieses Krankheitsbild kommt beim Hund zwar seltener vor als beim Menschen, wird aber dennoch zunehmend gesehen. Außer Liegeunterlagen kommen u.a. Reinigungsmittel, Hundeshampoos und äußerlich angewandte Medikamente als Auslöser in Frage.